Liebe Patientinnen, liebe Patienten!

 

Wieder ein neues Quartal und immer noch Corona… Auch wir spüren die Auswirkungen hier sehr deutlich:

 

-       Viele Patienten gehen weiterhin kaum aus dem Haus und somit auch nicht zu medizinisch

        notwendigen Untersuchungen

-       Viele Menschen freuen sich auf die nächste Corona-Impfung – ja, wir impfen schon lange

         wieder – vereinbaren Sie gerne einen Termin bei Frau Görsch

-       Auch der Personalmangel wird durch Corona nicht besser….

-       Angst- und andere psychische Erkrankungen nehmen rasant zu

 

Wir bemühen uns jedoch, weiterhin wie gewohnt für Sie da zu sein.

 

Da im letzten Jahr 2 Kollegen Ihre Praxen geschlossen haben und wir von diesen Patienten viele bei uns aufgenommen haben, fühle ich mich aktuell sehr stark an meine Anfänge hier in Alsbach erinnert. Damals, so scheint mir, war mein größter Fehler, nicht die Medizin meines Vorgängers nahtlos fortzuführen. Das haben mir viele Patienten sehr übelgenommen und das führte zu Konflikten mit dem Personal, das ich übernehmen musste und die mir sehr durch ihre öffentliche Illoyalität sehr geschadet haben - ich habe sehr unter dieser Situation gelitten, zumal ich mich aufgrund der Schweigepflicht nicht so wehren konnte, wie ich es gerne getan hätte. Während viele „alte Kollegen“ noch aufgrund von „Besitzstandswahrung“ in nahezu allen Bereichen viel zugestanden wird, was ihren Nachfolgern verwehrt wird, wurde mir damals von „höherer Stelle“ schnell klar gemacht, dass ich meine Praxis anders führen müsste, als dies meine alten Kollegen ringsherum tun. Daran habe ich mich stets gehalten, auch wenn das bedeutete, „die Wiesner ist unmöglich“, „die verschreibt nichts“……Viel wird „getratscht“ , zählt als „freie Meinungsäußerung“, ohne dass ich mich adäquat wehren kann, da die Schweigepflicht mich bindet. Wie präsent dieses Bild nach nunmehr fast 13 Jahren noch ist sehe ich am Erstaunen vieler Neupatienten darüber, dass ich „ja doch ganz anders bin“. Die Freude hierüber hat einen bitteren Beigeschmack, und die „Wunden von damals“ schmerzen teilweise heute noch.

 

Heute gibt es Ähnliches: ständige Diskussionen, warum ich etwas nicht so mache, wie der alte Hausarzt. Ich bin auch nach 13 Jahren immer noch für jedes Gespräch offen – sofern es sachlich, respektvoll und kooperativ geführt wird. Schweigepflicht hin oder her heute kann ich mich besser gegen Falschaussagen wehren, trotz Schweigepflicht – auch eine Lernerfahrung. Heute bin ich auch wesentlich freier: ich habe meinen Weg gefunden, keine Schulden binden mich mehr, ich habe einen Beruf, mit dem ich weltweit überall arbeiten kann, wenn ich das möchte…

 

Wir haben zu diesem Thema einen neuen Flyer aufgelegt: „Was Sie von uns erwarten können – und was nicht“. Ich hoffe, damit einige unfruchtbare Diskussionen von vornherein beenden zu können.

 

Heute tut es mir auch gut, viele Patienten zu haben, die zum Teil sehr weite Wege und lange Terminwartezeiten in Kauf nehmen, um von mir behandelt zu werden und es ist schön, zu sehen, auf wessen Empfehlung diese Patienten kommen.  Und natürlich ist auch hier mal der Platz, sich bei all den Patienten zu bedanken, die meine Medizin zu schätzen wissen und in Freundlichkeit und Respekt auch mal „danke“ sagen. Vielen Dank zurück – nur so kann ich weiter arbeiten.

 

Ich denke, wir haben eine gute Organisationsstruktur, die wir immer wieder an die aktuellen Bedürfnisse anpassen:

 

-       Wir haben für die Corona-Impfungen mittwochs vormittags reserviert, um flexibel auf neue

        Impfempfehlungen zu reagieren

-       dienstags und donnerstags stehen wir für lange Gespräche wie Ernährungs- und

        Burnout-/Stress-Beratungen, Beratungen im Bereich Mikronährstoffmedizin und für Gespräche

        mit Borreliose-Patienten zur Verfügung

-       Da gerade die Anfragen von Borreliose-Patienten im Moment explodieren, planen wir einmal im

        Monat einen Nachmittag für Gruppen-Erstberatungen – wir werden sehen, ob das sich bewährt

-       Täglich von 7.30 – 8.00 Uhr sind für Blutentnahme reserviert, von 8 – 8.30 Uhr werden die

        Langzeitgeräte angehängt, täglich ab 11 Uhr beginnt die offene Sprechstunde. In der

        Terminsprechstunde haben wir feste Zeitfenster für die jeweiligen Untersuchungen reserviert,

        um nur ein paar Beispiele zu nennen.

 

Die Akutsprechstunde ist in der letzten Zeit sehr viel voller, wir wollen schließlich jedem gerecht werden. Längere Wartezeiten in diesem Zeitfenster täglich ab 11 Uhr sind unvermeidlich – ich bitte hierfür um Verständnis – bei anderen Ärzten waren viele von Ihnen deutlich längere Wartezeiten gewohnt und haben das anscheinend jahrelang gut toleriert. Übrigens: lt. Einer Studie des Virchow-Bundes beträgt die durchschnittliche Wartezeit beim Hausarzt 40.32 Minuten!

 

Je genauer Sie sich auf Ihren Arztbesuch vorbereiten, umso schneller geht es für alle.

 

Die Terminsprechstunde an sich ist hiervon unberührt, darauf legen wir großen Wert.

 

Herzliche Grüße

 

Ihr Praxisteam

Dr. S. Wiesner

 

P.S.:  Im 2. Quartal wird die Praxis an folgenden Terminen wegen Urlaub oder Fortbildung geschlossen sein:

 

15.04. (Karfreitag) – 18.04.20 (Ostermontag)

26.05. (Himmelfahrt) – 06.06.2022 (Pfingstmontag)

17.06.2020 (Freitag nach Fronleichnam)

 

Den Vertretungsdienst entnehmen Sie dann bitte wie immer den Aushängen in der Praxis sowie unseren Bandansagen.

 

P.P.S: Ein Hilferuf in eigener Sache:

 

Wir suchen weiterhin DRINGEND Verstärkung:

 

Medizinische Fachangestellte in Voll- und Teilzeit oder Minijob ab sofort

Kaufmännische Angestellte in Voll- und Teilzeit oder Minijob auch ab sofort

 

Haben Sie Interesse oder kennen Sie jemand? Wir würden uns sehr freuen! Vielen Dank!

 

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